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Neuigkeiten aus Tiruvannamalai von den Witwen in Om Shanthi November 2017

Liebe Freunde der Witwen!

Es gibt wieder viele erfreuliche Neuigkeiten und ich hoffe sehr, dass Ihr Zeit findet, um diesen ziemlich ausführlichen Bericht zu lesen. Also macht es Euch gemütlich!
Dank Eurer lieben Spenden konnten wir Ende September 2017 mit dem Bau des dringend benötigten Hospiz für alte Witwen und Frauen in Not auf unserem Grundstück in Tiruvannamalai beginnen. Dies wird unser 3. Om Shanthi Haus sein.
Bedingt durch das Ausbleiben des Wintermonsuns und die extrem lange und heiße Trockenheit in Tamil Nadu konnten wir erst jetzt Anfang Herbst 2017 mit den Bauarbeiten beginnen. Ohne Wasser war es unmöglich den Beton anzurühren. Wir mussten einen neuen Brunnen bohren, weil unser alter total ausgetrocknet war. Eine erste Bohrung war leider nicht erfolgreich, obwohl sie 200 m tief war. Daraufhin half uns Herr Schroeter, ein erfahrener deutscher Wasserexperte, unentgeltlich nur gegen Erstattung der Reisekosten. Er fand eine Wasserader in unserem Garten in nur 20 m Tiefe. Jetzt haben wir eine zuverlässige und reiche Trinkwasserquelle – eine große Erleichterung für unsere Frauen. Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an Herrn Schroeter und seine Frau! Im August kam schließlich reichlich Regen, eine große Freude für alle! Jetzt, wo es endlich Wasser gab, konnten die Bauarbeiten beginnen.
Am 15. September wurde Mutter Erde mit einer „Boomi Pooja“ im Om Shanthi Garten geehrt. Mit dieser Zeremonie bitten Bauherren und Bauarbeiter die Erde um Erlaubnis, in ihr graben und das neue Haus auf ihr bauen zu dürfen. Seitdem sind die Bauarbeiten zügig vorangegangen. Wenn alles weiter so gut geht, könnte das Haus im Januar 2018 eingeweiht werden.

Das Hospiz wird dringend gebraucht. Wir finden die alten Frauen oft in einem unbeschreiblich verwahrlosten Zustand, so dass sie erst einige Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, bevor sie stark genug sind, um zu uns zu kommen. Wir wollen sie in dieser selbst in unserem Hospiz pflegen, damit sie dann in eins der beiden anderen Häuser umziehen können. Frauen, die schon bei uns sind und sich dem Ende des Lebens nähern, können dann ins Hospiz umziehen, wo sie in Frieden und Stille ihre letzte Zeit verbringen und intensiv gepflegt werden können.

Saratha ist eine typische Frau in Not, die im Januar 2017 zu uns kam. Verwandte hatten sie an der Hauptstraße abgesetzt und ihr gesagt, sie würden sie wieder abholen. Sie sind nie zurückgekommen. Saratha lag hilflos auf der Straße, nicht in der Lage zu gehen, dem Tod näher als dem Leben. Wir mussten sie erst ins Krankenhaus bringen. Als sie zu uns ins Om Shanthi Haus kam, konnte sie nicht sitzen und war extrem schwach. Sie konnte nicht in einem Bett schlafen und nicht zur Toilette gehen. Da sie aus Kerala kam, konnte sie auch nicht Tamil sprechen, so dass wir erst eine Übersetzerin finden mussten. Sarathas Lebenswille war erstaunlich und ihre Anstrengungen sich selbst zu helfen, berührten uns alle. Sie schleppte sich mit Hilfe ihrer Arme ins Badezimmer und versuchte mitzuhelfen, ihren Kopf und ihren Körper abzuschrubben. Langsam eroberte sich Saratha einen Platz im Herzen der Frauen. Mittlerweile ist sie der Liebling von allen!
Heute werden Frauen, die allein und verwahrlost sind und dringend ein Obdach brauchen oft auch in unser Om Shanthi Heim gebracht. Dorfälteste, Polizei und Krankenhäuser informieren uns.

Kannama ist geistig gestört und wurde auf der Straße gefunden. Sie wurde im Krankenhaus Rangamal untersucht, um zu sehen, wie wir ihr am besten helfen können. Es ist erstaunlich, wie stark unsere indischen Schwestern sind trotz der Not, die sie oft über einen langen Zeitraum erlitten haben. Ihr Leiden können wir uns kaum vorstellen und trotzdem haben sie ihre Würde bewahrt. Mit regelmäßigem Essen, einem sauberen Sari, liebevoller Behandlung und der Sicherheit von Om Shanthi erholen sie sich in kürzester Zeit.
Alle Besucher sind beeindruckt von der Liebe und Freude, die hier präsent sind. Alles ist nur möglich durch Deine/Ihre lieben beständigen Spenden.
Ein zweiter sehr wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Betreuung von jungen Witwen und ihren Kindern. Wir bieten ihnen zuallererst Schutz, dann eine Ausbildung bei Shanthimalai Handicrafts oder in einem anderen Betrieb, eine anschließende Festanstellung oder vermitteln sie an von uns kontrollierte Arbeitsstellen „draußen“ je nach Wunsch und Fähigkeiten, so dass sie in der Lage sind, für sich und ihre Kinder selbst zu sorgen. Zu diesem Zweck haben wir ein Beratungszentrum an der Hauptstraße eingerichtet. Unsere Sozialarbeiterin Chandra ist jedoch hauptsächlich damit beschäftigt, die jungen Witwen in den Dörfern aufzusuchen, denn sie sind zu eingeschüchtert und hoffnungslos, um selbst zu uns zu kommen. Gemeinsam beraten wir in jedem einzelnen Fall, wie wir den jungen Frauen und ihren Kindern helfen können, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ohne ihre Kinder in ein Waisenhaus abzugeben und selbst in die Prostitution abzugleiten.
Bitte helfen Sie uns weiter mit Ihren lieben Spenden.
Wir wissen, es gibt so viel Elend in der Welt und so viel Notwendigkeit, zu helfen! Danke für die Beständigkeit Ihrer/Deiner Hilfe, denn ohne sie könnten wir nichts tun.

Mit Dank und herzlichen Grüßen im Namen aller Mitarbeiter und Witwen
Anna
Neue Nachrichten aus Tiruvannamalai im März 2017

HILFE FÜR WITWEN IN INDIEN

„Bewußtsein ändern und Leben retten!“
Neuigkeiten aus Tiruvannamalai von den Witwen März 2017

Ihr Lieben alle!

Wieder ist ein erlebnisreicher, froher Winter mit unseren Witwen, vielen begeisterten Besuchern, engagierten Volontärinnen und liebevollen Helferinnen vorbei und es ist Zeit, davon zu berichten. Am besten hat es eine Besucherin aus USA nach Bea´s Konzert formuliert: „Ich habe die Liebe bisher in Tiruvannamalai vermisst – aber hier ist sie ja!“

Zuerst möchte ich mich bei Euch lieben Spendern und Spenderinnen bedanken, denn ohne Eure Hilfe ginge ja nichts von dem, was ich hier berichten werde. Deshalb ein dickes DANKE immerzu!
Ich wünsche, Ihr könntet sehen und erleben, welch Unterschied Eure Unterstützung hier macht, wie sie neue Impulse gibt an Hirne und Herzen, die noch nie erlebt haben, dass behinderte, alte, sozial geächtete Frauen Respekt, Liebe und Wertschätzung erfahren. Radha, eine von unseren Frauen, die Aussicht hat, von ihrem Sohn vielleicht wieder zurückgeholt zu werden, sagte mir: „Liebe gibt es in meinem Dorf nicht – die gibt es nur hier!“

In diesem Jahr ist der Monsun im November/Dezember vollkommen ausgeblieben. Die Reisfelder auf dem Weg zu unserem Om Shanthi Heim sind nicht grün wie sonst, sondern braun und vertrocknet. Nachts hören wir die Bohrer nach Wasser bohren. Auch die steinernen Wasserbecken sind leer. Die Entschädigung der Regierung für die Bauern ist minimal und nicht ausreichend. Die Zeitungen schreiben, dass es Selbstmorde gibt unter den Reisbauern. Das schreibe ich, damit wir vielleicht ansatzweise verstehen können, wie es zu nachfolgenden Ereignissen kommen kann.

Entscheidende Erlebnisse hatten wir in diesem Winter mit unseren drei Frauen, die wir in unsäglichem Zustand von der Straße aufgelesen haben. Saratha wurde aus Kerala hierher gefahren und neben der Straße ausgesetzt. Ghandimathi von irgendwoher aus Tamil Nadu und Sarada wurde vor ihrem Haus liegengelassen. Sohn und Schwiegertochter waren nach
Aussage der Nachbarn vor Wochen nach Bangalore gezogen und haben sie ihrem Schicksal überlassen. Alle drei konnten sich nicht von der Stelle bewegen. Beine und Füße versagen den Dienst. Ihr aller Zustand war so erbärmlich, dass unsere Angestellten sich weigerten, sie zu versorgen und auch die anderen Witwen Antipathien zeigten. (Saratha spricht nicht ihre
Sprache und alle drei Frauen, so hieß es, könnten ihre Ausscheidungen nicht kontrollieren). Viele Gespräche waren nötig, ebenso wie ein dickes Donnerwetter von Manoharan, dazu die Einstellung von Chandra einer begnadeten Krankenschwester, bevor jetzt inzwischen die Stimmung sich sehr geändert hat. Nächstenliebe, Demut und Dankbarkeit sind durch unsere drei bedürftigen Neuen in so großem Maß gewachsen, dass ich immer öfters von unserem „Witwen-Ashram“ spreche. Sarada sagte: „Einige Menschen haben mir Essen hingestellt, aber keiner hat mich da herausgeholt!“

Ghandimathi ist Ende Februar friedlich eingeschlafen. Sie wurde unser aller Liebling. Bescheiden und dankbar hat sie jeden angelächelt, der sie mit ihrem Namen anflüsterte….. Vor ihrem Übergang hat sie sich bedankt, dass sie bei uns in Frieden sterben darf. Ihr Tod und die Art und Weise, wie Manoharan anstelle des fehlenden Sohnes die nötigen Dinge organisiert, sind auch immer ein Trost für alle anderen 26 Frauen, denn die Zeremonien nach dem Ableben sind enorm wichtig bezüglich der nächsten Inkarnation.

Dank sei an dieser Stelle Antine, einer Volontärin aus Ostfriesland, die dort einen ambulanten Hospizdienst betreibt und uns viel helfen konnte. Sie kam genau zur rechten Zeit und hat trotzdem einen schönen Urlaub verbracht. Dank auch an Nicole aus Israel, die mit ihrer Liebe und zärtlichen Massagen Helferinnen und Witwen fast jeden Nachmittag beglückte.
Dank auch an Bea, die uns wunderbare Lieder sang und am Ende ihres Aufenthalts alle Frauen mit dem Lied: „Das Wandern ist des Müller´s Lust“ mit Polonäse unter viel Gelächter durch den Garten führte. Auch Dank an Ilona, die dieses Jahr alle Frauen mit Mandalas beglückte. Viele sind begeisterte Mandala Ausmalerinnen geworden und der Platz an den Wänden wird knapp.

Wir werden und müssen uns weiter räumlich ausbreiten. Im Mai werden voraussichtlich die Bauarbeiten für unser 3. Haus (ein Hospiz, bzw. eine Intensiv-Pflegestation) auf gleichem Grundstück beginnen. Es wird 10 Betten haben. Das früher anvisierte Gebäude ist zu weit weg und würde mehr Personalkosten verursachen.

Außerdem werden wir unsere Sozialarbeit ausdehnen. Chandra ist schon dabei, junge Witwen in den Dörfern aufzusuchen und zu schauen, wie wir ihnen helfen können. Es gibt auch in der Stadt Tiruvannamalai alte Frauen, die nicht in unserem Heim wohnen wollen oder können, die wir aber regelmäßig betreuen müssen, weil sie von ihren Familien ausgebeutet werden. Sie werden zum Betteln geschickt oder bekommen nicht genug Nahrung. So haben wir auch schon einmal die Polizei zu einem rabiaten Schwiegersohn geschickt.

Wir brauchen weiterhin Eure lieben Spenden! Bitte helft uns weiterhin! Wir haben fast keine Verwaltungsgebühren außer Post, Papier und Druckerfarbe und arbeiten ehrenamtlich. Ausgenommen natürlich unsere Hilfskräfte im Om Shanthi Haus, die auch Witwen sind und die natürlich ein angemessenes Gehalt bekommen. Danke an Euch alle!

Wenn alle einsehen würden, dass nicht das Horten und Vermehren von Geld, sondern dass Teilen und Schenken glücklich machen, dann sähe die Welt anders aus. Ihr seid alle eingeladen, unsere kleine andersartige Welt im Om Shanthi Heim zu erleben. Hier spielen Geld, Herkunft und Kasten keine Rolle. Das Glück berührt jeden, der über diese Schwelle tritt. Schreib mir einfach, wenn Du „unser“ Indien in Tiruvannamalai mit dem heiligen Berg Arunachala und unsere wunderbaren Frauen im Om Shanthi Haus besuchen möchtest. Ihr seid herzlich willkommen!

Namasté und Arunachalam!

Anna und alle Frauen

Om Shanthi e.V. Tel.: 49 (0)228/9658884 Bankverbindung Steuernr.:
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